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Denkmal für die ermordeten Psychiatriepatientinnen und -patienten

Aus dem Audiowalk In Stein Gemeißelt | Osnabrück

In Stein Gemeißelt
49 Stationen
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Denkmal für die ermordeten Psychiatriepatientinnen und -patienten

Das Denkmal

Der erste Gedenkstein für die 1941 von den Nationalsozialisten in Minsk ermordeten Psychiatriepatient*innen wurde am 5. September 2017 auf dem Gelände des Nationalen Forschungs- und Therapiezentrums (RNPZ) für psychische Gesundheit (Dalhinauski Trakt 152) links vom Einlassgebäude errichtet.

Die Inschrift in belarussischer und russischer Sprache lautet: „Zum Gedenken an die Patienten der Psychiatrieklinik und Arbeitsanstalt „Nawinki“, die 1941 von den Nazibesatzern ermordet wurden, und zur Achtung ihrer Menschenwürde“. Die Idee, der Psychiatriepatient*innen zu gedenken, entstand während der Ausstellung „Von der Entmenschlichung zum Mord. Das Schicksal der psychisch Kranken in Belarus 1941–1944“, die 2016 von belarussischen und deutschen Historiker*innen und Ärzt*innen veranstaltet wurde. Die Finanzierung für den Gedenkstein mussten die Initiator*innen selbst besorgen. Dank der Zusammenarbeit des Center for European Studies (Belarus), des Zentrums für psychische Gesundheit und der deutschen Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) konnte das Projekt umgesetzt werden. Das Denkmal wurde vom Bildhauer Ihar Sassimowitsch geschaffen. An der Eröffnungszeremonie nahmen neben den Mitarbeiter*innen des Zentrums für psychische Gesundheit auch die Beamt*innen des belarussischen Gesundheitsministeriums teil.

Ermordung von psychisch Kranken durch das NS-Regime

In den besetzten Gebieten von Belarus wurden Tausende von geistig kranken Menschen als „unnütze Esser“ ermordet.

Damit wurde die bereits 1939 in Deutschland begonnene Kampagne zur Tötung „lebensunwerte“ Menschen fortgesetzt. Die treibende Kraft der Vernichtung in den besetzten sowjetischen Gebieten waren dabei die Wehrmacht und Einsatzgruppen. Deutsche Ärzte und zivile Strukturen wirkten bei diesen Krankentötungen aktiv mit. In die Durchführung der Mordpolitik wurden einheimische Ärzte, Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen einbezogen.

Die Vernichtung psychisch Kranker wurde genutzt, um Tötungsmethoden zu finden, die eine Alternative zur Erschießung darstellten. So wurden im September 1941 Patienten des Minsker psychiatrischen Krankenhauses in Nawinki mit Sprengstoff ermordet. Im psychiatrischen Krankenhaus von Mahilëǔ wurde dagegen zur gleichen Zeit ein spezieller Raum eingerichtet, in dem die Patienten durch die Abgase von Autos getötet wurden. Nach der Vernichtung wurden die Räume, in denen einst Geisteskranke lebten, für die Bedürfnisse der Besatzungsbehörden umgestaltet.


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