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Denkmal für die ermordeten Jüdinnen in Tutschynka

Aus dem Audiowalk In Stein Gemeißelt | Osnabrück

In Stein Gemeißelt
49 Stationen
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Denkmal für die ermordeten Jüdinnen in Tutschynka

Das Denkmal

Das Denkmal an der Kreuzung der Prytyzki-Straße mit der Berut-Straße neben dem Kalvarienfriedhof erinnert an die Minsker Jüdinnen und Juden errichtet, die am 7. und 20. November 1941 im Vorort Tutschynka ermordet wurden.

Es wurde 2008 anlässlich des 65. Jahrestages der Vernichtung des Minsker Ghettos mit Unterstützung der Stadtverwaltung Minsk errichtet und liegt etwa einen Kilometer von der Mordstätte entfernt. Die eigentlichen Erschießungsstätten sind der Öffentlichkeit bis auf wenige Fachleute unbekannt und sind nicht als Gedenkorte gestaltet. Die Inschrift in belarussischer, russischer, englischer und hebräischer Sprache lautet: „Unweit dieses Ortes ermordeten die Faschisten von 1941 bis 1943 über 14.000 Insassen des Minsker Ghettos“.

Das Denkmal besteht aus zwei riesigen Steinblöcken, die Menschen zusammendrücken und so die ausweglose Situation der Opfer veranschaulichen. Es wurde vom Architekten Leonid Lewin in Zusammenarbeit mit dem Bildhauerpaar Alena Charaberusch und Leanard Pakulnizki geschaffen. Der Standort ist gut sichtbar, an den Staatsfeiertagen (Tag des Sieges am 9. Mai, Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni und belarussischer Nationalfeiertag am 3. Juli) werden hier feierlich Kränze und Blumen niedergelegt. Bei den Gedenkveranstaltungen zu den Jahrestagen der Mordaktionen am 7., 11. und 20. November bleibt der Erinnerungsort dagegen weitgehend unbeachtet.

Ermordung der Minsker Jüdinnen und Juden in Tutschynka

Um Platz für etwa 7.000 im November 1941 aus deutschen Städten, aus Wien und dem Reichsprotektorat Böhmen und Mähren deportierten Jüdinnen zu schaffen, erschossen Sipoeinheiten (Sicherheitspolizei) und Hilfspolizei, unterstützt von Angehörigen der Schutzpolizei und der Gendarmerie, zwischen dem 7. und 11. November 6.624 und am 20. November noch etwa 5.000 Menschen, darunter Frauen, Kinder und Greise in Tutschinka.


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