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Mode und Schmuck 

Aus dem Audioguide Luxus. Die Lust am Überfluss

  • Museumsguide
Luxus. Die Lust am Überfluss
17 Stationen
35:44 min Audio
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Mode und Schmuck 

Mode und Schmuck verraten oft etwas darüber, wie Menschen sich selbst sehen oder
gesehen werden möchten. Lange Zeit war aufwendige Mode vor allem dem Adel
vorbehalten. Dies änderte sich erst im 19. Jahrhundert. Erfindungen wie industrielle
Spinnmaschinen, Webstühle und die Nähmaschine machten Mode erschwinglicher. Ab
den 1850er-Jahren eröffneten zudem Kaufhäuser, die Konfektionsgrößen und eine große
Bandbreite an Waren anboten.
Trotz der breiten Distribution blieb Mode ein Zeichen von Status und Prestige. Eine
entscheidende Rolle spielte dabei Charles Frederick Worth – der erste Modedesigner der
Geschichte und Begründer der Haute Couture. Er entwarf eigene Kollektionen und versah
diese mit seinem Namen.
Nicht mehr nur kostbare Materialien und aufwendige Handarbeit, sondern zunehmend
auch die DesignerInnen selbst bestimmten nun den Wert eines Kleidungsstücks.
Wiedererkennbare Schnitte, Silhouetten und Muster prägten somit die
Markenidentitäten, die durch Malerei, Druckgrafik und vor allem Fotografie einer breiten
Öffentlichkeit bekannt gemacht wurden.
Auch der Schmuck veränderte sich im 19. Jahrhundert. Industrielle Fertigung machte ihn
für ein größeres Publikum zugänglich. So wurde in Pforzheim bereits seit 1767 Schmuck
in arbeitsteiliger Produktion gefertigt. Gleichzeitig entstanden weiterhin kostbare
Schmuckstücke aus Edelmetallen und Edelsteinen, deren Rohstoffe häufig unter
ausbeuterischen Bedingungen gewonnen wurden.
Um 1900 brachte der Jugendstil neue Ideen hervor. KünstlerInnen wie René Lalique
brachen mit historischen Vorbildern und kombinierten traditionelle Edelmetalle mit
innovativen Materialien wie Emaille und Glas. Die Natur inspirierte Lalique besonders. So
erhielt die Schmuckkunst eine ganz neue Formensprache.


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