ZUM MITLESEN:
1. Holz/Kohle entstehen
Sprechen wir über Pflanzen. Die gibt es auf dem Festland nun schon seit über 100 Mio. Jahren. In all dieser Zeit haben sie sich immer besser an die trockene Umwelt angepasst, aber all die Moose und Farne bleiben doch eher kleine Gewächse.
Nun aber wird die Welt der Pflanzen durch eine neue Erfindung bereichert und komplett verändert. Es entwickelt sich das extrem stabile Molekül Lignin. Die Pflanzen lagern es in ihre Zellwände ein, und das Ergebnis nennen wir Holz. Der Vorteil ist offensichtlich: Pflanzenstängel werden damit fester und können viel weiter in die Höhe wachsen. Sie werden zu Baumstämmen und kräftigen Ästen. Auf dem Superkontinent Pangaea entstehen damit die ersten Wälder.
Aber hier gibt es nun ein Problem: Holz ist so stabil, dass es nicht zersetzt werden kann, weder Pilze noch andere Mikroorganismen sind dazu in der Lage. Und das bleibt auch so über einen Zeitraum von 60 Mio. Jahren, von diesem Schild bis zum nächsten. Die Folge ist, dass sich abgestorbene Holzreste einfach aufeinanderstapeln, teilweise 100 Meter hoch. Daraus bildet sich die Kohle, die wir heute im Boden vorfinden.
2. Größenwachstum durch Sauerstoff
Und weil die Kohle viel Kohlenstoff im Boden bindet und die Wälder viel Sauerstoff ausstoßen, steigt der Anteil von Sauerstoff in der Luft stark an. Er ist, hier im Zeitalter des Karbons, etwa ein Drittel höher als heute.
Damit steht den Tieren viel Energie zur Verfügung, was sich auch auf ihren Körperbau auswirkt. Viele werden zu wahren Giganten. Wir sehen Libellen mit einer Flügelspannweite von 75 Zentimetern umherfliegen und Tausendfüßler mit einer Körperlänge von zweieinhalb Metern durch die Wälder krabbeln.
Das Zeitalter des Karbons erstreckt sich über 60 Mio. Jahre, also 6 Meter bis zum nächsten Schild, zu dem wir jetzt gehen.