ZUM MITLESEN:
Auf diesem Schild vor sich sehen Sie den gemeinsamen Vorfahren aller heutigen Säugetiere, also auch von uns Menschen. Dieses befellte Wesen lebt vor 200 Mio. Jahren und erinnert doch stark an eine kleine Spitzmaus.
Schauen wir uns doch mal etwas näher an, wie die Säugetiere entstanden sind. Sie gehen aus den Reptilien hervor, und zwar aus einer Gruppe recht kleiner Reptilien, die in ständiger Angst lebt, von den großen, starken Dinosauriern gejagt und gefressen zu werden. Um das zu vermeiden, entwickeln sie gleich mehrere Strategien:
- Zum einen versuchen sie gar nicht erst, mit den Dinosauriern körperlich mitzuhalten. Im Gegenteil, sie werden mit der Zeit immer kleiner, denn das erhöht ihre Chance zu entkommen und sich in ihre Höhlen unter der Erde flüchten zu können.
- Strategie Nummer 2 ist, keine Eier mehr zu legen. Denn abgelegte Eier werden einfach zu oft von den Dinosauriern und anderen Räubern gefressen. Stattdessen bleibt der Embryo bis zur Geburt geschützt im Körper der Mutter und wird dann lebend geboren.
Und als sinnvolle Ergänzung zum Gebären eines voll entwickelten Jungens evolvieren bei den Weibchen Schweißdrüsen zu Milchdrüsen. So können sie ihren Nachwuchs nach der Geburt mit Milch säugen. Das ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal, das den „Säugetieren“ auch ihren Namen gibt. - Und drittens passt sich auch das Gehirn den allgegenwärtigen Gefahren an. Es wird größer und erhält auch eine neue Struktur, den Neokortex. Damit ist es den Säugetieren möglich, komplexe Situationen besser zu analysieren und dann noch besser darauf zu reagieren. Auch das erhöht ihre Chance, unter der Herrschaft der Dinosaurier zu überleben.
Laufen wir nun 70 Mio. Jahre weiter zum nächsten Schild.